Kulturhaus in Gratkorn

Wem gehört das Kulturhaus in Gratkorn?

Frage: „Wem gehört das Kulturhaus in Gratkorn?“

Verein Kulturhaus, Gratkorn Kulturhaus
Kulturhaus Gratkorn

Diese Frage haben wir uns gestellt, als wir im Haushaltsvoranschlag 2016 sahen, dass die Gemeinde für das Kulturhaus Miete, Kredite und andere Nebenkosten zahlt. Durch Gespräche mit Mitgliedern aus dem Verein „Kulturhaus“, durch den Voranschlag 2016 und 2017 sowie Information aus der öffent-lichen Gemeinderatssitzung, müssen wir schlussfolgern, dass das Kulturhaus in Gratkorn nicht der Gemeinde gehört.

Antwort: „Das Kulturhaus in Gratkorn gehört nicht den GratkornerInnen.“

Das Kulturhaus gehört dem Verein „Kulturhaus“. Diesem Verein steht der Gemeinderat Ing. Wolfgang Kamedler (Ex-Obmann Kultur und Vereine) aus Gratwein, als Vorstand, vor. Weiters ist er SPÖ- Funktionärund Betriebsratsvorsitzender in der Firma Sappi. Er ist weder im Gemeinderat der Mark- gemeinde noch aus Gratkorn.

Wenn man den Vorstand des Vereins „Kulturhaus“ genauer betrachtet und damit die Besitzverhält-nisse, wird klar, dass der Sappi Betriebsrat und die SPÖ das Sagen haben, bzw. Menschen, die nicht- mal in Gratkorn leben.

Antwort: „Das Kulturhaus gehört den SPÖ-Funktionären bzw. dem Sappi-Betriebsrat.“


Frage: „Welches Mitspracherecht haben wir GratkornerInnen beim Kulturhaus?“

Im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung kam heraus, das weder die BürgerInnen von Gratkorn noch der Gemeinderat der Marktgemeinde Gratkorn irgendein Mitspracherecht haben. Natürlich dürfen die Gratkorner Vorschläge machen. So soll es in den Statuten des Vereins stehen. Die hat aber kein Gemeinderat. Wir haben am 09.01.2017 bei Herrn Bürgermeister Weber um die Statuten angefragt.

Antwort: „Gratkorn hat Null Mitspracherecht.“


Frage: „Welche Kosten hat die Marktgemeinde Gratkorn für das Kulturhaus?“

Dafür, dass uns nichts gehört, hat die Marktgemeinde folgende horrende Kosten:

Leistungen, welche die Marktgemeinde zahlt:

Miete:                                                                                                            105.500,00 €

Gebühren:                                                                                                          2.000,00 €

Wihof-Leistung:                                                                                               6.700,00 €

Darlehenstilgung (Raten)

Darlehenstilgung 57 (Sanierung Kulturhaus)                                         128.000,00 €

Darlehenstilgung D 91 Kulturhaus Belüftung                                           24.100,00 €

Darlehenstilgung D 102 Küchensanierung                                                14.200,00 €

Darlehenstilgung (Zinsen)

Darlehenstilgung 57 (Sanierung Kulturhaus)                                              4.000,00 €

Darlehenstilgung D 91 Volksheim Belüftung                                               2.400,00 €

    Darlehenstilgung D 102 Küchensanierung                                                  2.100,00 € 

    Summe:                                                                                                         289.000,00 €

Antwort: „Obwohl uns GratkornerInnen das Kulturhaus NICHT gehört, zahlen wir fast   300.000-  Euro pro Jahr.“

In Summe werden es Ende 2017 mehr als € 8.000.000,- (8 Millionen Euro) sein. Im Jahr 1997 wurde die komplette Sanierung durch den SPÖ dominierten Gemeinderat durchgewunken. Ein Geschenk an den Betriebsrat der Sappi und die SPÖ-Funktionäre.

Antwort: „Ende 2017 hat die Marktgemeinde Gratkorn € 8.000.000- dem Verein „Kulturhaus“ gegeben.“   


Frage: „Kann sich die Marktgemeinde das Kulturhaus überhaupt leisten?“

Wir haben uns mit Fachfrauen und -männern zusammengesetzt und die Einnahmen, die der Verein Kulturhaus hat, zum Teil geschätzt bzw. aus dem Voranschlag entnommen.

Einnahmen:

Miete, die die Gemeinde zahlt:                                                                   105.500,00 €

Gebühren, die die Gemeinde zahlt:                                                                 2.000,00 €

Wihof-Leistung, die die Gemeinde zahlt:                                                       6.700,00 €

Restaurant (ca. 2000,- Miete p.m. geschätzt)                                            50.000,00 €

Miete „Ordination 1“ (ca. p. a. geschätzt)                                                     8.000,00 €

Miete „Ordination 2″ (ca. p. a. geschätzt)                                                     8.000,00 €

Miete “ Büro“ (ca. p. a. geschätzt)                                                                  5.000,00 €

Miete Saale und Räume (ca. p. a. geschätzt)                                             90.000,00 €

Mitgliedsbeiträge (Anzahl der Mitglieder ?????)                                                00,00 €

Summe:                                                                                                              274.700,00 €

Ausgaben, die der Verein Kulturhaus hat (ca. p. a. geschätzt):

Lohn für einen Mitarbeiter                                                                              70.000,00 €

Heizung und Strom (von der Sappi)                                                              63.000,00 €

Instandhaltung (Lampen, Farbe, Klopapier usw.)                                        30.000,00 €

Summe:                                                                                                              163.000,00 €

Ergebnis:

Einnahmen                                                                                                      274.700,00 €

Ausgaben                                                                                                        163.000,00 €

Gewinn                                                                                                                111.700,00 €

Der Verein Kulturhaus hat ungefähr einen Gewinn von sage und schreibe € 111.000,- (geschätzt). Da der Verein Kulturhaus „gemeinnützig“ ist, dürfen sie keine Gewinne machen. D. h. der Gewinn muss sich auflösen. Wir gehen davon aus, und das ist reine Vermutung, dass ein Teil des Gewinns als Rücklageabgebildet ist und weitere Gelder z. B. für die Sanierung oder andere Dinge ausgegeben werden.

Antwort: „Ja, ohne Probleme, es wäre sogar günstiger für die BürgerInnen“


Frage:  „Warum sollten wir GratkornerInnen überhaupt über das Kulturhaus bestimmen?“

Antwort:

    1. Weil die Marktgemeinde (Sie, über Steuergelder) sehr viel Geld dafür zahlt.

    2. Weil es den Namen „Kulturhaus Gratkorn“ trägt.

    3. Weil es nicht das Kulturhaus eines Betriebsrats sein soll.

    4. Weil es nicht das Kulturhaus der SPÖ, sondern der BürgerInnen sein soll.

    5. Weil die Gemeinde über ihre Kultur und Veranstaltungen bestimmen soll.

    6. Weil sich die Gemeinde das leisten kann.

    7. Weil es für die Gemeinde günstiger wird.

    8. Weil die Struktur mit dem Verein sehr undurchsichtig ist und wir für Finanzklarheit stehen.

    9. Weil wir als Gemeinde auch gemeinnützig sind.


Frage: „Warum soll es günstiger werden?“

Die Buchhalterischen- und Verwaltungsprozesse, wie. z. b. Lohnbuchhaltung, Wihof-Einsätze, Planung von Veranstalltungen usw.  könnten innerhalb der Gemeinde abgewickelt werden. Es werden keine Rücklagen gebildet, der Gemeinde kommen Dienstleistung kostengünstiger

Antwort: „Weil die Gemeinde die Buchhalterische- und Verwaltungs- prozesse besser einbinden kann.“


Frage: „Warum macht der Gemeinderat nichts in dieser Hinsicht?

Gegenfrage: „Haben Sie schonmal gesehen, dass die Frösche den Sumpf                         trocken legen?

                                  Nein? Wir auch noch nicht!“

Die FPÖ macht das, was die SPÖ vorgibt und die kennen sich sehr gut mit Feuchtgebieten aus, da sie die schon lange hegen und pflegen. Beide Parteinen (SPÖ & FPÖ) haben die Macht alles zu verhindern, besonders, wenn es um das Trockenlegen von Sümpfen geht.

Die ÖVP agiert lieber im stillen Kämmerchen, möchte mit äußerst teuren Spezialisten reden und selbst keine Politik machen. Es soll keine Disskusionen mit den BürgerInnen oder im Gemeinderat geben. Besser gesagt, sie haben Angst den Weg selbst vorzugeben und zu verantworten. Sie lassen sich lieber von Spezialisten sagen, was sie tun sollen.

Wir sind die, die das nicht einfach hinnehmen. Wir, eine Initiative von Gratkorner BürgerInnen wollen informieren und mit Ihrer Hilfe den Sumpf trocken legen.

Sollten Sie Fragen oder Vorschläge haben, erreichen Sie uns unter:

Email: info@buergerliste-gratkorn.at

Homepage: www.buergerliste-gratkorn.at

Mobile: +43 / 676 / 466 0 334

(mcw 2017-01-09)