Antwort auf ÖVP-Aussendung 2018-09

Antwort auf die öffentliche ÖVP-Aussendung vom September 2018

ÖVP-Aussendung vom September 2018

Moderne Politik „um einen Wettbewerb der besten Ideen für die Bürgerinnen und Bürger“

 

Offensichtlich wird ein Teil der von den Menschen in Gratkorn gewählten Vertreter erst dann wach, wenn man ihnen ordentlich (durchaus mit viel Polemik) auf die Füße tritt. Wobei ich mir gewünscht hätte, dass dieses Aufwachen auch beinhaltet, die besten Ideen DER Bürgerinnen und Bürger Gratkorns aufzunehmen. Schade, dass sich die Vertreter im Gemeinderat dadurch auszeichnen, Ideen nur dann gut zu finden, wenn diese a) ihren eigenen bzw. den parteibezogenen Bedürfnissen entsprechen und b) ganz viel Geld kosten.

Ich bin nicht im Gemeinderat, um lediglich Projekte anzugehen die von Gottes Gnaden, sprich SPÖ, diskutiert werden dürfen, wobei das Ergebnis bereits im Vorfeld feststeht. Denn genau dies ist die Realität. Natürlich kann dies als „so etwas wie eine Zusammenarbeit“ verstanden werden. Allerdings darf man sich nicht wundern, wenn ich feststelle, dass die ÖVP keine eigenen Ideen hat oder jedenfalls Bedürfnisse der Menschen in Gratkorn nicht wahrnimmt.

Es freut mich sehr, dass die ÖVP nun auch den Hochwasserschutz als dringliches Thema erkennt. Hat sie doch noch im Frühjahr einem Nachtragshaushalt zugestimmt, in dem das Budget für den Hochwasserschutz gestrichen wurde. Natürlich ist das Bereitstellen von Sandsäcken und eine Gebührenermäßigung eine wichtige Maßnahme für von Hochwasser betroffene Haushalte. Doch warum erst, nachdem wir den öffentlichen Druck deutlich erhöht haben?

 

 

 

 

Warum hat die ÖVP noch immer nicht erkannt, dass Hochwasserschutz deutlich mehr Menschen betrifft, als die Anrainer des Dultbachs? Warum erkennt die ÖVP nicht, dass ein mobiler Hochwasserschutz eine ganzheitliche Maßnahme sein muss? Warum stellt sie nur fest, dass einzelne Maßnahmen die Problematik von einem Nachbarn zum nächsten verschiebt?

 

 

Wo sind die kreativen und umsetzbaren Vorschläge der ÖVP? Leider habe ich hierzu nichts gehört. Nur die immerwährende Ausrede, und ja, ich bezeichne es auch weiterhin als Ausrede, dass eh ein Rückhaltebecken kommt… und dann? Liebe VertreterInnen der ÖVP Gratkorn, was passiert bis zur Fertigstellung des Großprojektes Hochwasserschutz Dultbach? Wie seht ihr den Hochwasserschutz in den anderen betroffenen Gebieten? Außer einem Schulterzucken und dem Vorwurf „unsachlicher Polemik“ konnte ich bisher lediglich heiße Luft wahrnehmen.

 

Stephanie Kabon